Nachhaltigkeit beginnt dort, wo der zweite Kauf ausbleibt
Share
Ein Sofa für 1.200 Euro. Ein Sofa für 4.000 Euro. Was ist günstiger?
Wenn wir ein Sofa für 1.200 Euro kaufen und es nach sechs Jahren ersetzen müssen, erscheint das zunächst wie ein gutes Geschäft. Wenn wir dagegen ein Sofa für 4.000 Euro kaufen, zögern viele Menschen. Zu teuer.
Aber rechnen wir einmal anders.
Die Rechnung, die niemand aufmacht
Das günstige Sofa wird in 24 Jahren viermal gekauft:
1.200 € + 1.200 € + 1.200 € + 1.200 € = 4.800 €
Das hochwertige Sofa steht nach 24 Jahren möglicherweise noch immer im Wohnzimmer – für 4.000 Euro.
Doch die eigentlichen Kosten tauchen in keiner Rechnung auf.
Was hinter jedem neuen Möbelstück steckt
Jedes neue Möbel benötigt Rohstoffe. Holz und Vormaterialien werden der Natur entnommen. Es wird produziert – mit Zuschlagstoffen wie Chemie. Dann wird es verpackt (womit?), transportiert (wie weit?), gelagert, geliefert und irgendwann entsorgt (wirklich recycelt?).
Dieser Kreislauf (nicht zu verwechseln mit zirkulärem Wirtschaften ;)) wiederholt sich – bei billigen Möbeln alle paar Jahre.
Das eigentliche Problem: Design für den Trend, nicht für das Leben
Viele Möbel verlieren ihren Reiz bereits nach wenigen Jahren. Sie wurden für einen Trend entworfen, nicht für ein langes Leben. Wenn ein Möbel nach sechs Jahren entsorgt wird, sieht es meist schon nach vier Jahren unansehnlich aus.
Deshalb landen jedes Jahr enorme Mengen an Möbeln auf dem Sperrmüll – nicht nur, weil sie kaputt sind, sondern weil niemand sie mehr haben möchte.
Was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet
Für mich ist Nachhaltigkeit deshalb nicht zuerst eine Frage von Zertifikaten. Die findet man mittlerweile auch an Billigmöbeln.
Die entscheidende Frage lautet:
Wird dieses Möbel in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch genutzt?
Denn das nachhaltigste Möbel ist oft nicht das mit den meisten Umweltlabeln – sondern das, das gar nicht ersetzt werden muss.
Fragen Sie uns nach diesen Möbeln!
Wie alt ist eigentlich das älteste Möbelstück in Ihrem Zuhause?